Ufo22 Ger-110
Dr. Hanns Lohner
Dr. Lars Matthes
Robert Matthes
Leider waren nur 4 Teams zur ersten UFO22-Klassenregatta am Starnberger
See angetreten. Das tat der Spannung jedoch keinen Abbruch. Die Veranstaltung
fand zusammen mit dem Melges- und Trias-Pokal statt und wurde von VW gesponsert.
So konnte man sich die Zeit während des Wartens auf Wind mit Probefahrten
im neuen 10 Zylinder-Tuareg vertreiben. Und wenn man dann noch rückwärts
einen Bootsanhänger durch einen Parcour chauffieren konnte, winkte
eine Einladung nach Wolfsburg. Aber gesegelt wurde auch.
Am Himmelfahrtstag war es bei Schnürlregen eisig kalt. Bei ca. 2 Beaufort
konnte eine lange Wettfahrt gesegelt werden. Wir UFOs starteten in der zweiten
Startgruppe nach den Melges mit angenehm viel Platz auf der Linie. Das „Feld“
teilte sich schnell. Die Gastgeber vom DTYC – GER 087 Robert Huber
mit Bodo Weissmann und Andreas Linke und ITA 075 Christian Gabriel mit Michael
Christoph und Lukas Tanner – zeigten sich großzügig und
ließen die Gäste vom Simssee unbehelligt ziehen. ITA 105 Richard
Buckecker mit Claudia Düll-Buchecker und Franz Kreupl und GER 110 Hanns
Lohner mit Sigi Milkreiter und Norbert Weidlich machten den Tagessieg mit
zwischenzeitlich wechselnder Führung unter sich aus, wobei die GER
110 am Ende die Nase vorn hatte. Dabei wurde auch das Feld der 5 Minuten
früher gestarteten Melges 24 von hinten aufgerollt, was das Geschwindigkeitspotential
der UFO22 bei diesen Windbedingungen nochmals unterstreicht. Durchgefroren
und nass gab es dann an Land erstmal ein Chili con carne, was mit einem
guten Bier die Lebensgeister wieder weckte.
Am nächsten Tag dann strahlender Sonnenschein, aber sehr inkonstanter
Wind, den die UFOs zunächst noch für ein paar Trainingsschläge
nutzten. Am Nachmittag konnte dann doch noch eine Wettfahrt bei reellen
Bedingungen gesegelt werden. Wieder beharkten sich ITA 105 und GER 110 in
bester Match Race-Manier, dicht verfolgt von ITA 075. Die Entscheidung fiel
erst auf der Zielkreuz, als ITA 105 nach einem Bojen-„Getümmel“
einen Strafkringel drehte und so GER 110 erneut als Erste die Linie kreuzte.
Abends gab`s dann im DTYC ein tolles Essen, so dass die ersten 2 Wettfahrttage
trotz des mäßigen Windes sehr gelungen waren.
Am Samstag regte sich dann kein Lüftchen mehr, der See lag da wie flüssiges
Blei, so dass keine weitere Wettfahrt mehr gestartet werden konnte. Das
Endergebnis lautete somit GER 110 vor ITA 105, ITA 075 und GER 087.
Insgesamt von den Rahmenbedingungen eine super Veranstaltung, wobei wir
im nächsten Jahr auf etwas mehr Wind und vor allem mehr UFOs hoffen
– wir kommen auf jeden Fall wieder! Dank nochmals an den Deutschen
Touring Yacht-Club und Robert Huber, dass er die UFO22 in eine so hochkarätige
Serie aufgenommen hat, für die sich sicher auch eine weitere Anfahrt
lohnt.
Übrigens starteten alle UFOs noch bei der am Sonntag ausgetragenen
Langstreckenregatta des DTYC, wo sie sich bei schönem Ostwind gegenüber
weit größeren Schiffen hervorragend geschlagen haben und somit
eine tolle Werbung für unsere Klasse gemacht haben.
Hanns Lohner
