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Tacktick-Kompaß

Der elektronische Kompaß Sail Master von Tacktick ist eines der netten Spielereien an Bord, aber ein wenig kompliziert: rtfm.
Hat man die Bedienung einmal begriffen und auch seine Vorschoter geschult, ist es ein wichtiges Instrument gegen den Sekundenschlaf vor dem Start und das Aussteuern von Winddrehern.
Zu beziehen sind Tacktick-Geräte und Zubehör über diverse Händler im Internet.
Einbauten der Geber erfolgen z.B. über die autorisierte Bootswerft Graba & Radtke.

[Update - 26.03.07]
Tacktick hat die Produktion des Sail Masters (T052) eingestellt. Als "Alternative" fungiert der Race Master (T070) mit ähnlichen Funktionen, basierend auf dem Micronet Funksystem (Geber ist mit einer Empfängerbox mittels Kabel verbunden, die Übertragung zum Kompaß erfolgt per Funk).
Der Race Master Kompaß ist mit dem zusätzlich zu installierenden Empfängerbox (Rumpfgeber Sendebox T121) mit einer 9V Batterie kompatibel zum bereits verbauten Sail Master.
Auf die ersten Erfahrungen und die Reaktionen der Ufettisti bin ich gespannt. Tip: bei Bedarf nach Lagergeräten im Internet schauen und alles aufkaufen...
CG.

[Update - 02.07.07]
Günther Pernthalers (ITA-049) Bericht über den Wechsel auf den Racemaster:

14.05.07: "Inzwischen - glaube ich zumindest – ist es mir gelungen die Vernetzung zw. Micronet Sender T121 und T070 herzustellen. Ich bin dabei nach Versuch und Fehlschlag vorgegangen, irgendwann bin ich dann vom Status setup zu options und count down gekommen, aber frage nicht nach dem Vorgang, denn dieser war ein reines Zufallsprodukt und abweichend von der Anleitung.

Gestern wollte ich dann alles im Boot einbauen und da gab es Probleme:
1. Der Durchmesser des Triducers ist um einen halben Zoll größer als der Bestehende. Dies obwohl die Katalogdaten einen gleichen Durchmesser angaben. Offensichtlich ist bei mir ein noch älteres Modell eingebaut. Die Demontage der Halterung des Gebers ging problemlos, die Dichtungsmasse konnte ich mit einer Klinge außen und innen am Halter einschneiden, und diesen dann mit Drehbewegungen lösen. (Nächstes Wochenende werde ich dann das Loch aufbohren und den Triducer montiren.
2. Der Austausch der Halteplatte des T070 an der Masthalterung klappt, da die Bohrungen übereinstimmen, aber der Durchmesser der Schrauben ist viel geringer (M2,5 zu M4 in etwa) sodass man sich mit doppelten Beilagscheiben behelfen muss. Die neue Platte hat auch nicht die beiden Löcher um an die dahinterliegenden Mastbefestigungsschrauben zu gelangen, aber diese müssen ja nur einmal für immer zugezogen werden, und nicht wie früher bei jedem Mastabbau.
3. Der optimale Platz für den Sender dürfte am Niedergang unter der Produktplakette sein. Dahinter ist ein Holraum der zum Triducer führt, da kann man problemlos Löcher für die Kabel bohren.
4. Es bleibt das Problem des Solarpaneels für den T121, falls dieses immer angeschlossen sein muss. Hier hoffe ich, dass ich von Dir die Bestätigung bekomme, dass dieses während des Segelns weggepackt werden kann. Ansonsten gibt es keine überzeugende Lösung: seitlich am Masthalter des T070, achtern an der Reelinsstütze L., achtern auf dem Lüftungsdeckel (?).

Ansonsten ist das Gerät ein echter Fortschritt. An der Erlernung der Bedienung arbeite ich noch. Besser ist die Winddreheranzeige, es gibt einen Vorgang zur Beurteilung des Vorlegwinkels der Startlinie, der count down ist besser zu bedienen, die Tasten geben ein besseres feedback, die Anzeige ist kontrastreicher."

15.05.07: "gestern habe ich die Geräte nochmals zusammengestellt und wollte nach den Anweisungen des Technikers vorgehen. Dabei habe ich gemerkt, dass meine vor Tagen versuchte Vernetzung richtig war und sich die Geräte tatsächlich erkennen. Der Triducer liefert den speed, und die Temperatur.

Der Grund der ersten Fehlschläge könnte an einer zu schwachen Stromversorgung des T121 gelegen haben, die vielleicht mehr als die angegebenen 6 Ladestunden vor Inbetriebnahme benötigt hätte. Ich würde empfehlen zunächst das Solarpaneel für zwei Tage ins Freie legen und an den T121 zu hängen und dann die Vernetzung vornehmen. Die genaue Reihenfolge des Vernetzungsvorgangs müsste der Erfinder aber aufzeigen.

Die Bestätigung, dass während des Betriebes das Solarpaneel weggepackt werden kann, ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Also kann ich den Kabel des Paneels fix an den T121 stecken, das Paneel an den Mast binden und auf die Persenning legen. Bei Gebrauch des Bootes das Paneel einfach im Rumpf verstauen dort wo das Kabel herkommt.

Für Benutzer, die im Englischen nicht sehr versiert sind, bleibt das Problem der Bedienungsanleitung. Wenn vorher der SailMaster als kompliziert zu bedienen empfunden wurde, so ist der neue Racemaster dies hoch zwei. Ein Elektronikfreek hat sicher seine helle Freude. Es gibt nichts das nicht gespeichert, justiert, kombiniert oder unterdrückt werden kann. Wenn man hier eine Bedienungsanleitung mit deutscher Gründlichkeit erstellen würde käme ein schönes Buch heraus. Vielleicht ist das der Grund, warum der deutsche Importeur sich noch nicht dazu aufgerafft hat."

02.07.07: "hier eine Zwischenbilanz zum Einbau und Benutzung des T075:

Tacktick T121 mit Kabelführung und Kippschalter
- Entgegen anderslautenden Informationen, benötigt der Sender T121 eine durchgehende Stromversorgung. Das mitgelieferte Solarpaneel muss also bei Betrieb des Senders durchgehend Strom produzieren. Das bedeutet, das Paneel muss fest am Boot installiert werden. Nachdem ich keinen befriedigenden Platz gefunden habe, wo man das Paneel fix montieren könnte, habe ich dieses eliminiert und eine 9V Blockbatterie und einen kleinen Kippschalter installiert. Seither funktioniert das Gerät klaglos. Allerdings sind die 9V am unteren Ende der zulässigen Versorgungsspannung. Es bleib abzuwarten, wie lange die kleine 9V Batterie hält (notfalls werde ich 3 4,5V Flachbatterien in Reihe schalten).

- Das Anzeigegerät T070 lässt schier unendlich viele Personalisierungen zu. Die Programmierung erfolgt über die 4 Tasten, was zu erheblichen Schwierigkeiten führt, denn das mühevoll an Land Eingespeicherte verhält sich auf dem Wasser dann überraschend anders. Erschwerend kommt dazu, dass die Programmierung nicht am Wohnzimmersofa erfolgen kann, weil das Signal des Senders T121 empfangen werden muss, damit die verfügbaren Menüpunkte sichtbar und programmierbar sind. Ich empfehle einen nicht zu heißen Leichtwindtag zu nutzen und mit Handbuch und Geduld alle Wünsche zu programmieren und zu testen. Allerdings sollte man vorher schon eine genaue Vorstellung entwickeln, welche Funktionen auf welchem Teildisplay angezeigt werden sollen, und welche Informationen nach dem count down automatisch folgen."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.07.2009